Figuren, Kollektive, verborgene Geschichten

Art & Design Research
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Als Designerin und Künstlerin arbeite ich an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerungskultur und psychogenealogischer Spurensuche. In seriellen, oft lang angelegten Bildprozessen entstehen Figuren und Artefakte, in denen sich kollektive Spuren, blinde Flecken und Spannungen zeigen. Mich interessiert, wie persönliche Geschichten sich mit familiären, sozialen und gesellschaftlichen Mustern überlagern und so neue, bisher verdeckte Narrative sichtbar werden.

Meine Arbeiten sind keine spontanen Einzelbilder, sondern Teil einer forschenden Bildpraxis: Ich sammle Archivmaterial, Fragmente und erzählte Geschichten, übersetze sie in visuelle Konstellationen und überprüfe sie im Prozess immer wieder neu. Intuitive Setzungen treffen auf klare Entscheidungen in Komposition, Materialität und Serie. So werden die Bilder zu Laboren, in denen Rollen, Zugehörigkeiten und verdrängte Anteile verhandelt werden – auch im Dialog mit den Betrachter:innen.

Forschung verstehe ich dabei als künstlerische Methode. Mit Bezügen zu Memory Studies, Trauma- und Care-Perspektiven entwickle ich Bildreihen, Installationen und Formate, die Fragen stellen, Erfahrungen verdichten und andere Formen von Wissen zugänglich machen, als es ein rein theoretischer Zugang könnte. Das Nachdenken über Material, Form und Serie ist dabei eng mit inhaltlicher Recherche verknüpft und prägt meine künstlerische Praxis auf konzeptioneller wie auf gestalterischer Ebene.

Ich bin offen für Kooperationen, in denen diese forschende Bildarbeit weitergeführt wird: mit Kurator:innen, Kunst- und Bildungshäusern sowie Projekten, die mit Collectives, Erinnerungskultur oder Care arbeiten. Ob in Ausstellungen, Lecture-Performances, Workshops oder längerfristigen Kollaborationen – Ausgangspunkt und roter Faden bleibt immer die künstlerische Praxis.